Fanfic
Charakter: One Direction, frei erfundene Personen
Ort: Deutschland / London
Vorwort
Sommer.
Endlich war es wieder Sommer. Allerdings war das auch die einzig gute
Nachricht. Die schlechte war, dass ich diesen nicht im sonnigen
Hessen verbringen werde. Sondern nach England muss. Ins verregnete
England. Ganz toll.
1
Nachdem
meine Sommerferien angefangen hatten und ich erfolgreich die 10.
Klasse abgeschlossen hatte, musste ich also meine Sachen packen. Und
nun saß ich hier. Mit einem mulmigen Gefühl in der Magengegend,
packte ich die restlichen Klamotten und Hygieneutensilien in meinen
Reisekoffer. Ich hatte mit meiner Mutter schon seit einigen Tagen
kaum ein Wort gewechselt und wenn, dann nur das Nötigste. Die
Tatsache, dass ich nicht hier bei meinen Freunden bleiben durfte,
sondern ganz alleine in England herumirren musste, ließ mich Tag für
Tag immer wütender werden. Es war jetzt dreiviertel Sechs. Noch elf
Stunden und 15 Minuten bis mein Flug geht. Keine Ahnung wie ich mich
in diesen paar Stunden sortieren soll, aber wird schon irgendwie
hinhauen. Später hatte ich jedenfalls vor, mich mit meinen 3 besten
Freundinnen zu treffen. Für mehr war keine Zeit. Ich könnte einfach
nur heulen. Ich hab Magenkrämpfe, weil ich nicht weiß, wie ich in
England alleine ohne meine Familie überleben werde. Ich hasse meine
Mutter. Und jetzt bemerkte ich auch, dass Tränen in meinen Augen
standen. Eine Mischung aus Wut, Hass, Angst und Traurigkeit. Das
einzige, was mich jetzt noch vor dem Zusammenbrechen aufrecht
erhielt, war die Musik. Um ehrlich zu sein, ich hätte keine Ahnung,
was ich ohne Musik machen würde, geschweige denn, ob ich überhaupt
noch existieren würde. Denn die Musik hat mir aus den schwierigsten
Zeiten meines bisherigen Lebens geholfen. Die Trennung meiner Eltern,
die nicht zu enden scheinenden Jahre in der Schule, Streit mit meinen
Freunden und Eltern. Es hat mir einfach geholfen. Lieder, wo man
denkt, sie wären deine eigene Lebensgeschichte. Genau die braucht
man, wenn man in dieser „Ich hasse mein Leben“ und „Ich will
nicht mehr“ Phase ist. Und genau diese Phasen, hatte ich
wahrscheinlich schon sehr oft. Also, nicht dass ich Selbstmord
gefährdet bin oder so. Aber trotzdem. Ich schätze viele gehen durch
diese Phasen. Doch wenn man selbst in dieser Phase ist, denkt man
darüber nicht nach und fühlt sich wie ein Wrack. Aber um ehrlich zu
sein, ich fühle mich auch so, ohne diese Phasen, wie ein Wrack. Ich
wohne in einem kleinen Dorf in Hessen. Die Stadt ist zwar sehr
schnell mit dem Bus und Auto zu erreichen, aber hier gibt es nicht
viel zu tun für Jugendliche. Unser Kino, das Schwimmbad und der See
sind wahrscheinlich die einzige Attraktionen hier. Attraktionen die
man jeden Tag machen könnte. Natürlich finden hier auch Feste und
ein riesen Festival statt, aber das nur einmal im Jahr. Manchmal
wünschte ich, ich würde in einer größeren Stadt wohnen. Wie
Berlin oder wenigstens Frankfurt. Ich will einfach nur raus hier. An
manchen Tagen zerfrisst mich meine innerliche Leere. Vielleicht
brauch ich auch einfach nur jemanden, der mich nimmt und liebt so wie
ich bin. Aber dafür ist meine innerliche Schutzmauer, die ich mir
nach der Trennung meiner Eltern aufgebaut habe, noch zu aktiv. Und
das ist mein Grundlegendes Problem für alles. Ich wurde urplötzlich
aus meinem Gedankengang gerissen, als meine Mutter laut gegen die Tür
hämmerte. „Was ist?“, fragte ich widerwillig. „Emily , Carmina
und Laura sind am Telefon.“ Ich öffnete die Tür, nahm meiner
Mutter das Telefon aus der Hand und schloss die Tür wieder. „Hey,
was gibt’s?“, fragte ich. „Können wir uns 'ne halbe Stunde
später treffen? So gegen halb neun?“ Das war eindeutig Carmina.
Ihr lautes Organ war unverwechselbar. Ich hielt mir das Telefon weit
weg vom Ohr, konnte sie dennoch verstehen. Nachdem ich sichergestellt
hatte, dass sie nichts mehr sagt, antwortete ich: „Klar.“ Im
Hintergrund hörte man zwei weiter Stimmen. Emily und Laura. So wie
es schien, unterhielten sie sich wieder über ihren Schwarm – sie
wollten es nur nicht zugeben- David. „Alles klar, bis später. Lieb
dich.“ , hörte ich sie sagen, bevor sie auflegte. Ich hasse dieses
„Lieb dich“. Viele beschweren sich darüber, dass ich nie „Hab
dich lieb“ oder „Lieb dich“ schreibe. Ich komme mir nur so
unglaublich behämmert dabei vor. Ich warf das Telefon auf mein
Kopfkissen und schloss meinen Koffer. Ich schaute auf die Uhr. Noch
zwei Stunden bis zum Treffen. Ich beschloss den Fernseher anzumachen
um runterzukommen. Das werden die zwei längsten Stunden meines
Lebens sein.
2
„OMG!
LEX'! Du fährst nach England!!!“ Irgendwie bereute ich es gerade,
Carmina eingeladen zu haben. „Stell dir vor!“, sagte ich mit
einem minimalen Lächeln auf den Lippen. „Vielleicht kommst du ja
noch rechtzeitig um dich für Xfactor anzumelden! Wenn ja, musst du
UNBEDINGT hin! Verstanden?!“, sagte Laura etwas zu laut und
aufgeregt. „Ja klar, werd ich das tun!“ Ich rollte dir Augen.
„Hör auf deine Augen zu rollen! Du weißt, dass du singen kannst.
Und denk doch nur mal nach! Das wäre eine einmalige Chance! Tu's für
uns!“, blaffte mich Emiliean. „Ist ja guuut! Ich werd's machen!“,
lachte ich. Meine 3 besten Freundinnen schauten sich an und sagten im
Chor: „Pinky Promise?“ Ich musste grinsen. „Pinky Promise.“,
sagte ich und hakte meinen kleinen Finger bei den Anderen ein.
~
Nach
2 Stunden sinnlosem Geschwätz mit meinen 3 besten Freundinnen, die
ich sehr vermissen werde, mussten sie gehen. Zu meinem Glück. Ich
war todmüde. „Tschüüüüüüss!“ Autsch. Mein armes Ohr. Ob
Carmina auch leiser reden könnte? „Machts gut. Ich ruf euch an,
sobald ich in England bin.“, sagte ich und wir umarmten uns alle.
Als sie aus der Tür waren und in das Taxi stiegen, winkte ich ihnen
zum Abschied. Gott, dieser Sommer wird ätzend.
~
Um
halb halb 4 klingelte der Wecker. Genervt drückte ich die
Snooze-Taste. Warum klingelte dieses Scheißding? Es sind Ferien. Und
genau in diesem Moment kam meine Mutter rein. „Aufstehen! Mach dich
fertig! Frühstück etwas! Dein Flug geht in 2 Stunden !!!“ Ich
stöhnte auf. Richtig. Meine Mutter schiebt mich ab.
Langsam
stand ich auf und nahm mir einen grauen Jack Wills Hoodie und eine
schwarze Leggings aus dem Schrank. Meine grauen Kniestrümpfe zog ich
an und benutzte sie als Stulpen. Wo sind meine Boots? Verzweifelt
schaute ich mich um. Hatte ich sie etwa eingepackt? Ich durchwühlte
die Unordnung die ich meiner Mutter hinterlassen wollte. Als Strafe.
Nach 10 Minuten suche gab ich auf. Ich ging runter, aß was und kam
wieder hoch ins Bad um mir die Zähne zu putzen, die Haare zu kämmen
und in einen Dutt zusammen zu binden und mich zu schminken. Ich sah
fertig aus. Fix und fertig. Meine Nerven waren auch am Ende. Wieso
hasste mich meine Mutter so sehr? Meine schulischen Leistungen sind
gut, mein Verhalten daheim auch. Also was ist ihr Problem. Stöhnend
ging ich in mein Zimmer und setzte mich auf mein Bett. Ich schaute
mich um. Noch ein paar Minuten in Frieden hier sitzen. Bevor ich das
Wort Frieden überhaupt fertig denken konnte, kam meine Mutter rein.
„Willst du die nicht mitnehmen?“, fragte sie und hielt meine
Boots in der Hand. „Doch, und nur weil ich nur noch 5 Minuten hier
wohnen werde, heißt das nicht, dass du nicht mehr klopfen musst.“,
erwiderte ich. Sie gab mir ein kleines, aufmunterndes Lächeln. „Es
ist Zeit.“, sagte sie und ging aus dem Zimmer. Ich holte meinen
Koffer, schaute mich ein letztes Mal um und verließ mein Zimmer.
Tschüss, sonnige Sommerferien. Hallo England. Ich ging runter um den
neuen Freund meiner Mutter zu sehen. Was machst du denn hier“,
fragte ich, eigentlich uninteressiert. „Ich fahre dich.“ Oha, das
wird bestimmt endlustig. Das war Ironie. Ich hab diesen Mann noch nie
Lachen sehen. „Na dann.“, gab ich leise von mir. Toll. Jetzt
fährt noch nicht mal meine Mutter mit? Wie herzlos kann man nur
sein. Ich ging zum Auto und legte meinen Koffer in den Kofferraum.
„War's das?“, hörte ich eine Stimme hinter mir. Ich drehte mich
um. „Ja.“, sagte ich, ohne ein weiteres Wort stieg ich ins Auto.
Ich schaute niemanden an. Nur die andere Straßenseite, aber die
lebte nicht mal. Ich atmete tief ein und redete mir ein, dass alles
super wird. Ich wollte gerade fragen, wieso er nicht endlich
losfährt, da mein Flieger bald losgeht, als ich meine Mutter
einsteigen sah. Erstaunte schaute ich sie an. „Was?“, sagte sie
als sie meinen Blick bemerkte. „Wow, du fährst mit?“, fragte ich
übertrieben überrascht. „Natürlich“, erwiderte sie nur und
schaute nach vorne. Ich schaute wieder aus dem Fenster.
~
45
Minuten später stand ich an Gate 5. Ich schaute den Menschen zu, wie
sie einströmten. Manche fröhlich. Manche gestresst. Ich atmete
erneut tief ein. „Mach's gut, Liebes. Hab Spaß“, sagte meine
Mutter als sie mich in eine Umarmung schloss, die ich nicht
erwiderte. „Klar.“, war alles, was ich sagte. Und mit diesem
letzten Wort verließ ich sie und nach ein paar Metern Laufmarsch in
den Flieger.
~
Ich
schaute auf meinen Zettel. Ich würde zunächst in einem Hotel
wohnen. Hilton in London. Naja, wenigstens hatte Mama's Freund genug
Geld und mitgedacht mir ein gutes Hotel zu buchen. Verzweifelt
versuchte ich zu schlafen. Doch es klappte nicht. Verdammt, wieso
darf man hier nur kein Handy benutzen. Könnte ich mit einen meiner
Freunde schreiben oder telefonieren, würde die Zeit bestimmt
schneller rumgehen. Genervt gab ich auf und las bei meinem Nachbarn
mit. Den schien das gar nicht zu stören. Nach einer Zeit stellte ich
fest. Das Buch ist scheiße. Und ich hatte Hunger. Ich holte mein
Brot aus meinem Handgepäck und aß ein wenig. Nachdem ich damit
fertig war, merkte ich, wie die Müdigkeit mich wieder einholte.
Meine Augen fielen praktisch von allein zu und ich fiel in einen
ruhigen Schlaf.
~
Als
ich gerüttelt wurde, wachte ich auf. Ich schaute in das Gesicht
einer überschminkten 30-jährigen Frau. „Wir landen bald, ich
bitte Sie, sich wieder anzuschnallen.“ Ich nickte als Antwort und
kurz darauf sah ich die Frau nicht mehr. Ich setzte mich gerade hin,
schnallte mich an als das Anschnall-Zeichen erschien. Mir war
schlecht. Wieso war mir schlecht? Ich hatte nichts zu befürchten.
Das Schlimmste was passieren könnte ist, dass ich mein Gepäck nicht
bekomme. Der Horror. Naja, dann müsste ich halt weniger Essen und
würde mir von meinem wöchentlichen Taschengeld eben erst neue
Klamotten kaufen.
Nach
einer gefühlten Ewigkeit, bekam ich meinen Koffer. Ich hob ihm vom
Band und ging Richtung Ausgang. Ich beschloss mit dem Taxi zum Hotel
zu fahren, da ich keine Ahnung hatte wo lang ich muss. Als ich
Heathrow Airport verlassen hatte, hatte ich Glück. Ein freies Taxi.
Ich rannte hin und bat den Fahrer mich zum Hilton Hotel zu bringen.
Ich stieg ein und schaute aus dem Fenster. Die Leute waren gut
gelaunt. Es war gutes Wetter, dennoch bewölkt.
3
Als
ich am nächsten Morgen in meinem kingsized Hotelbett aufwachte,
schien mir die Sonne ins Gesicht. Ich stöhnte und stieg aus dem
Bett. Es war bestimmt erst 8 Uhr oder so. Ich zog die Vorhänge zu
und krabbelte wieder unter meine warme Decke. Kurz bevor ich wieder
einschlief, fiel mir ein wo ich war. In London. Nicht mehr daheim in
Deutschland. Jetzt war ich wieder hellwach, was mich wieder zum
aufstöhnen brachte.
Ich
schaute auf mein Handy. 11:30 Uhr. Scheiße. Das Frühstück im Hotel
war schon lange vorbei. Und zum Mittag gab's, wie ich gestern gesehen
hatte, definitiv nichts was ich mochte.
Ich
ging ins Bad und duschte mich. Es war ein großes Bad mit einer
dieser schicken Duschwannen.
Als
ich fertig war, zog ich mich an, schminkte mich und betrachtete mich
im Spiegel. Nicht meine besten Kleidungsstücke, aber egal. Ich nahm
schnell meine Handtasche und verließ das Hotel.
~
Eins musste ich London
lassen. Fabelhafte Läden.Ich durchstöberte einige Läden, die
ziemlich populär sein mussten, da sich viele Leute darin aufhielten.
Jetzt saß ich hier im
Starbucks und dachte nach. Mit einer Freundin hätte das zehnmal mehr
Spaß gemacht. Wir würden wahrscheinlich gerade irgendwelche
britischen Jungs 'abchecken' und wie kleine Mädchen rumkichern. Doch
ich hatte keine hier. Ich war ganz allein. Ich schaute auf die Uhr,
die an der gegenüberliegenden Wand hing. Als ich realisierte wie
spät es war, verschluckte ich mich. 4pm. Kackmist.
Ich hustete, um meinen
Atemweg wieder frei zubekommen, als plötzlich eine hohe, weibliche
Stimme mit einem starken Akzent hinter mir erklang.
„Alles ok?“, fragte
sie.
Ich drehte mich um. „Ja
klar, danke. Hab mich nur verschluckt.“
„Oh, dann ist ja gut.“
Sie schenkte mir ein aufmunterndes Lächeln bevor sie zu meinen
Taschen schaut.
„Gute Wahl.“, sagte
sie und zeigte auf meine Paul's Boutique und Topshop Taschen.
„Danke.“, gab ich
lächelnd zurück. „Ich dachte ich sollte mich vielleicht mal den
britischem Volk anpassen.
Jetzt schaute sie and mir
runter. „Hast du schon ganz gut. Bis auf die Schuhe, die solltest
du durch Heels ersetzen.“
High Heels. Oh nein. Ich
konnte noch nichtmal in Sneaker laufen, ohne zu stolpern.
„Keine gute Idee, glaub
mir!“, sagte ich und wandte mich wieder meinem
Strawberry-Cream-Shake zu.
Sie setzte sich auf den
anderen Stuhl direkt gegenüber von mir.
„Wieso?“, fragte sie,
sichtlich verwirrt.
„Koordinationsprobleme.“
Ein hoch auf Englischkurse an meiner Schule.
Sie lachte. „Natürlich!“,
sagte sie mit einem breiten Grinsen. „Ich bin übrigens Libby.“
„Alexa, aber nenn mich
Lexi.“, antwortete ich höfflich und gab ihr meine Hand.
Sie nahm sie entgegen und
grinste wieder.
„Was ist?“, fragte
ich?
„Nichts. Wo kommst du
her?“
„Deutschland.“,
antwortete ich knapp.
„Aaaaah, daher die
höffliche Art.“, sagte sie mehr zu sich selbst und zwinkerte mir
zu.
Ich verdrehte die Augen
und musste Lachen.
„Wieso bist du hier?
Bist du hierher gezogen? Du siehst mir etwas zu junga us um von
daheim wegzuziehen.“
„Meine Mutter hat mich
über den Sommer hierher geschickt. Keine Ahnung wieso. Ich durfte
noch nichtmal eine Freundin mitnehmen.“ Ich merkte wie ich
innerlich wieder wütend wurde.
„Dann zeig ich dir eben
alles!“ Ich schaute sie an. Meinte sie das ernst? Wir kannten uns
nicht mal richtig.
Wir quatschten noch eine
Weile und tauschten unsere Nummern aus. Sie sagte, sie würde mir
morgen schreiben.
Wir verabschiedeten uns
und ich fuhr zurück ins Hotel. 6pm. Die Zeit vergeht zu schnell.
Ich legte meine
Einkauftschen auf mein Bett und fing an die Sachen auszupacken. Ich
schnitt die Preisschilder ab und hing die Klamotten alle auf einen
Bügel in meinen Schrank.
Nach einer weiteren
vergangenen Stunde ging ich runter in den Essenssaal. Dieser war
riesig und sehr beeindruckend. Leider gab es keine Einzeltische für
Leute, die so Forever Alone waren wie ich. Ich schaute auf die
Menükarte. Warmes Essen. Das wollte ich. Doch leider musste ich
feststellen, dass es hier für Abends nur Brot und Tee gab. Ich
hasste Tee abgöttisch, aber ich hatte Durst. Also ging ich an das
Büffet und holte mir Brot, ein paar Beilagen und Tee. Die Auswahl an
Tee war gigantisch und ich nahm einfach einen einfachen
Mehrfrucht-Tee.
Ich setzte mich an einen
2er Tisch und began zu essen. Als ich dort saß und vor mich hin
schlürfte, beschloss ich, dass ich morgen definitiv einen Vorrat an
Orangensaft, Cola und Ginger Ale besorgen musste.
Gerade als ich aufstehen
wollte, kam ein Diener zu mir uns stellte mir ein Glas Sekt auf den
Tisch. Verwirrt schaute ich ihn an.
„Von dem Herrn
dadrüben“, sagte er und zeigte auf einen Typen.
Ich schaute wer es war, in
der hoffnunf jemand junges in meinem Alter. Aber was ich sah, war
alles andere in meinem Alter. Angewidert verzog ich mein Gesicht.
„Nein, danke.“, sagte
ich zu dem Diener und verschwand.
Ich weiß, dass es ein
bisschen frech war, das zu tun, aber vielleicht bildete sich dieser
widerliche, fette Kerl noch was drauf ein und stalkt mich oder so.
Auf meinem Zimmer
angekommen legte ich mich aufs Bett und schaute Fern. Meine Augen
wurden schwerer, aber ich kämpfte damit, wach zu bleiben. Irgendwann
gab ich auf und fiel in einen tiefen Schlaf. Meine Träume waren
verworren.
4
„Warum tust du das?“, schrie ich.
„Wieso nicht? Dich wird eh niemand vermissen. Du bist wertlos.“
„Nein, das ist nicht wahr!“, antwortete ich.
„Ha, und wie wahr das ist. Nenn mir nur eine Person, die sich
wirklich um dich sorgt.“
Ich hatte keine antwort. Ich hatte noch nie das Gefühl bei
irgendjemanden gehabt, dass sie sich wirklich um mich sorgen.
„Keine Antwort? Na siehst du.“, sagte die Stimme ruhig.
„Aber... Aber du bist meine Mum. Du liebst mich. Du MUSST mich
lieben.“
Die Stimme lachte auf. „Ha, das ich nicht lache. Ich war nie
deine Mutter und ich werd's auch nie sein. Verabschiede dich von
deinem kleinen jämmerlichen Leben...“
Schweißgebadet sprang ich aus meinem Bett.
Was war das gewesen? Wieso träumte ich sowas? Und warum? Zitternd
lief ich ins Bad. Das war nur ein Traum, Lex. Nur ein Traum. Deine
Mutter würde dich niemals so behandelt, egal wie sehr du sie hasst,
sie liebt dich. … Ich ging zum Waschbecken und schaute mich im
Spiegel an. Mein Gesicht war rot und sah irgendwie etwas geschwollen
aus. Ich spritzte mir eiskaltes Wasser ins Gesicht und ging zurück
in den Schlafbereich meines Hotelzimmers. Aus Angst, wieder in den
selben Traum zurück zukehren, schaltete ich den Fernseher an und
suchte nach etwas schaubarem. Da ist halb 4 in der Nacht war, liefen
nur Widerholungen oder irgendwelcher Mist, den Leute tagsüber nicht
sehen wollten und der deswegen auf Nachts verlegt wurde. Ich wunderte
mich, ob manche Menschen tatsächlich um diese Uhrzeit aufstanden um
das zu gucken... Ich schaltete weiter. Als ich aufgab und auf
irgendeine Zahl auf der Fernbedienung drückte, war ich überrascht.
Skins. Hatte ich den Sender vorher übersehen oder zu schnell vorbei
geschaltet? Zufrieden kuschelte ich mich in meine Decke und schaute
die britische Verfassung von Skins. Sie war nicht so gut wie die
amerikanische, aber ich liebte es trotzdem.
Nach unzähligen Folgen von Skins fiel ich in einen tiefen traumlosen
Schlaf.
~
Als ich aufwachte war es halb 10. Ich hatte vielleicht 2 Stunden
noch geschlafen. Erschöpft stand ich auf. Der Traum nahm mich noch
immer etwas mit. Ich ging ins Bad, wusch mein Gesicht, kämmte mir
meine langen glatten braunen Haare. Danach trug ich etwas Eyeliner
und Mascara auf. Ich ging runter in den Essenssaal um zu frühstücken.
Mir stieg ein angenehmer Geruch von frischen Brötchen und Kaffee in
die Nase. Ich lächelte und ging zum Büffet um mir etwas zu holen.
Insgeheim hoffte ich, dass der alte, schmierige Mann von gestern
Abend nicht wieder da sei. Ich konnte ihn auch nirgends entdecken,
also setzte ich mich zufrieden mit meinem Frühstück and einen Tisch
und aß.
Als ich fertig war, ging ich wieder hoch in mein Zimmer, putze mir
die Zähne und schaute auf mein Handy. Ich hatte erwartet, eine neue
Nachricht von Libby zu haben und insgeheim war ich enttäuscht. Ich
setzte mich auf mein Bett und schaute aus dem riesigen Fenster,
welches vom Boden bis zur Decke reichte. In den Straßen war schon
viel los. Unzählige Menschen rannten durch die Straßen, andere
quatschten und lachten. Der Verkehr nahm auch zu. 'So gings bei uns
nie zu', dachte ich. Ich wurde aus meinen Gedankengang gerissen, als
mein Handy laut klingelte. So c'mon courage teach me how to be
shyyy … stones taught me to fly, love taught me to lie.. Wie
immer ging die Musik erst aus, als ich die Nachricht schon längst
geöffnet und gelesen hatte. Ich hasste dieses Handy so sehr. Die
Nachricht war von Libby.
Hey, babe. Wir treffen uns um halb 1 im Starbucks von gestern,
okay? Danach gehen wir was essen! Xx
Zufrieden grinste ich. Doch das Grinsen verging mir, sobald ich
versuchte mich zu erinnern wo das Starbucks gewesen war. Ich war
gestern nur durch die Gegend gelaufen ohne darauf zu achten, wo ich
wahr. Egal, ich würde einfach versuchen den Tag wie gestern
abspielen zu lassen.
Ich suchte mir ein paar Klamotten aus meinem Schrank heraus die ich
für später tragen könnte.
(http://www.polyvore.com/cgi/set?id=40718833&.locale=de
) Ich war ziemlich zufrieden mit meinem Outfit und es hatte ich auch
Zeit gekostet. 11:15 Uhr. Ich zog die Klamotten an und ging ins Bad
um mir bessere Schminke aufzutragen. Ich wusch die Alte ab, und trug
Neue auf. Meine Lippen bekamen ein helles, auffälliges Pink
verpasst, meine Wangen ein wenig Rough und mein Lid bekam einen
dicken Lidstrich aufgemalt und meine Wimpern wurden buchstäblich mit
Mascara vergewaltigt. Ich hatte nie lange Wimpern gehabt und mit
künstlichen Wimpern konnte ich nicht umgehen.
Ich schaute mich im
Spiegel an. Zufrieden und mit einem breiten Grinsen verließ ich das
Hotel und versuchte meinen Weg zurück zum Starbucks zu finden.
5
„Tut mir so leid, ich bin zu spät.“ sagte ich zu Libby, die
schon ihr Getränk hatte. Sie drehte sich um und schaute mich an.
„Hey, was hat so lang gedauert?“, fragte sie mich, nachdem sie
aufgestanden war und mich umarmt hatte.
„Ich wusste nicht mehr, wie ich gestern hierher gekommen bin“,
antwortete ich etwas beschämt.
Libby grinste. „Schon ok. Hol' dir was zu trinken und setz dich!“
Ich stellte mich in der Schlange an und wartete bis ich dran war. Ich
bestellte mir wie immer ein Strawberry-Cream und setzte mich dann
gegenüber von Libby.
„Also, was gibt’s?“, fragte ich neugierig. Libby überlegte
kurz.
„Wie wär's wir gehen Schaufenster-shoppen und danach zu dir? Ich
möchte dich heute Abend in einen Club mitnehmen.“ Libby lächelte
mir freundlich zu.
Mir kam das ganze etwas komisch vor. Wir kannten uns grade mal einen
Tag und schon wollte sie mich in einen Club mitnehmen? Ich überlegte.
Sollte ich ihr Angebot annehmen?
„Na gut, dann lass uns losgehen.“
„Na gut, dann lass uns losgehen.“
Wir standen beide auf und verließen Starbucks und gingen durch die
Straßen Londons. Ich hatte keine Ahnung in welchem Bereich wir hier
überhaupt waren.
Nach zwei Stunden und schmerzenden Füßen, gingen wir zu mir. Als
ich das Foyer des Hotels betrat, sah ich ihn. Den schleimigen Typen
von meinem ersten Abend hier in London. Ich schaute weg und drehte
mich zu Libby um.
„Hilton? Nettes Hotel.“ sagte sie und schaute sich um.
Ich lächelte. „Danke.“ Ich drehte mich wieder um, nur um in den
schleimigen Typen zu rennen.
„Hi.“ sagte er und schaute mich mit einem Grinsen auf den Lippen
an.
„Eeeehm...“, gab ich etwas irritiert zurück und wollte an ihm
vorbei doch er hielt mich an meinem Handgelenk fest. Ich versuchte
mich loszureißen.
„Lass mich los, du Vollidiot!“, schrie ich ihn an, doch er
grinste mich nur noch schmieriger an.
„Wieso? Du hast mein Getränk nicht angenommen.“
„Ja, weil ich nicht vergiftet werden wollte, oder irgendwelche
Krankheiten bekomme!“
Als sein Griff stärker wurde, schaute ich mich um. Wieso war hier
keiner?
„Falsche Anwort, Kleine.“
„Lass sie los!“, sagte Libby und trat ihm zwischen die Beine.
Der Tritt musste ziemlich stark gewesen sein, denn er sackte sofort
zusammen. Schnell gingen wir hoch in mein Zimmer und verschlossen die
Tür sicherheitshalber doppelt von innen.
Ich saß mich auf's Bett und schaute abwesend ins Leere.
„Hey, alles in Ordnung?“, fragte Libby.
Ich schüttelte den Kopf. Sie legte ihren Arm um mich und strick mir
über meinen Arm.
„Danke.“,sagte ich und schaute sie an. Sie schenkte mir ein
kleines Lächeln und sagte: „Lass uns was Essen.“
„Ich hab aber nichts auf den Zimmer.“
„Du Dummerchen. Wir sind hier im Hilton. Die bringen dir jeden
extra Wunsch den du willst!“
„'Tschuldige. Das ist mein erstes Mal in einem Hotel. Naja in einem
Hotel, wo ich ganz alleine bin und vorallem nicht daheim in
Deutschland.“
„Wenn du hyterisch wirst, hört man deinen Akzent kaum noch!“, lachte sie.
„Wenn du hyterisch wirst, hört man deinen Akzent kaum noch!“, lachte sie.
„Oh vielleicht sollte ich dann mehr hyterisch sein!“, gab ich
grinsend zurück.
Nachdem wir uns Pizza und Lasagne liefern lassen hatten und mit der
Kreditkarte, die ich bekommen hatte bevor ich hierher kam, bezahlt
hatten, setzten wir uns auf die Couch und quatschten,
„Hey Libby..“
„Was?“
„Kann ich dich was fragen?“
„Klar, leg los.“
„Klar, leg los.“
„Naja, ich hab mich nur gewundert, wieso du.. naja wieso du so
direk tmit mir Kontakt haben willst bzw. wolltest..“
Sie lachte. „Du sahst so verloren aus, ganz alleine im Starbucks.
Da hab ich gedacht, ich sprech dich mal an. Und du bist nett.
Deswegen.“
„Hm, okay. Danke?“, grinste ich.
„Hast du einen Freund?“
„Was?“Ich war irritiert. „Ehm, ich meine nein, hab ich nicht, wieso?“
„Was?“Ich war irritiert. „Ehm, ich meine nein, hab ich nicht, wieso?“
„Gut!“, sagte Libby.
Gut? Was war daran gut? Ich war kurz davor zu glauben, dass ich
alleine mit 55 Katzen sterben werde.
„Gut?“, fragte ich sie dann.
„Ja, sehr gut sogar.“
„Könntest du mir versagen was du damit meinst?“
„Wirst du noch früh genug erfahren. Und jetzt zeig mal deinen Kleiderschrank her.“
„Wirst du noch früh genug erfahren. Und jetzt zeig mal deinen Kleiderschrank her.“
Sie stand auf und ging an meinen Kleiderschrank. Ich schaute ihr zu
wie sie Teil für Teil rausholte und genaustens untersuchte.
Nach einer Stunde diskutieren, welche Oberteile gut oder nicht gut
waren und welche Hosen überhaupt nicht zu mir passen würden, suchte
sie scheinbar nach einem Outfit für unseren Mädels-Abend.
Nach einer weiteren viertel Stunde hatte sie sich entschieden.
„Das wirst du anziehen!“, sagte sie überzeugt und schien kein
Wert darauf zulegen, ob ich es tragen wollte. Ich schaute auf das
fertige Outfit und war sehr zufrieden.
Das Kleid hatte ich mir
vor langer Zeit mal bei meiner Mutter erbettelt und bis jetzt nur
einmal auf einem Geburtstag getragen. Ich war froh, dass ich jetzt
die Chance hatte, es nochmal zu tragen.
„Was wirst du tragen?“,
fragte ich Libby und schaute sie an.
Sie ging zurück zu meinem
Bett und holte eine Einkaufstasche, die mir vorher noch nicht
aufgefallen war. Sie schwankte die Tüte in ihrer Hand umher.
„Soll ich's dir
zeigen?“
„Ja!“, antwortete ich und war neugierig auf was sie wohl tragen würde.
„Ja!“, antwortete ich und war neugierig auf was sie wohl tragen würde.
„Einen Moment“, sagte
sie und rannte samt Tüte ins Bad.
Ich wartete geduldig bis
sie wieder kam. Als ich sie sah, war ich sprachlos.
Das Kleid ließ ihre Beine
perfekt aussehen. Als wären sie endlos lang. Ihre langen blonden
Haare, fielen perfekt über ihre Schultern.
Sie kam auf mich zu und
drehte sich. Ihre Auswahl war perfekt.
„Wow! Du sieht toll
aus!“
„Danke.“, grinste sie.
„Und jetzt zieh dich an.“
Ich schaute auf die Uhr. 7
Uhr. Ich ging ins Bad und zog mich an.
Als ich rauskam, sahs
Libby auf meinem sofa und schaute Fernsehen. Ich setzte mich zu ihr
und fragte, ob wir jetzt los könnten.
„Klar.“ Libby stand
auf und schaute mich an.
„Bereit?“
„Bereit.“
Und somit verließen wir das Hotel um in Richtung Underground zu gehen. Ich hatte noch immer Angst, dass der schmierige Typ dort auf mich wartete, aber als wir ins Foyer kamen, war niemand außer eine Angestellte zu sehen. Wir fuhren irgendwo hin.
Und somit verließen wir das Hotel um in Richtung Underground zu gehen. Ich hatte noch immer Angst, dass der schmierige Typ dort auf mich wartete, aber als wir ins Foyer kamen, war niemand außer eine Angestellte zu sehen. Wir fuhren irgendwo hin.
„Wo fahren wir hin?“
„Zu meinem
Lieblingsclub. Dort treffen wir noch jemanden.“
Noch jemanden? Oh mein
Gott, darauf war ich nicht vorbereitet, aber ich lächelte sie an.
„Okay.“
Den Rest der Fahrt unterhielten wir uns über nebensächliche Dinge. Als wir ankamen, zog Libby mich förmlich aus der U-Bahn. Wir liefen durch ein paar belebte Straßen. Plötzlich blieb Libby stehen und ich schaute hoch. Wir standen vor einen riesigen Gebäude und es war hell beleuchtet.
Den Rest der Fahrt unterhielten wir uns über nebensächliche Dinge. Als wir ankamen, zog Libby mich förmlich aus der U-Bahn. Wir liefen durch ein paar belebte Straßen. Plötzlich blieb Libby stehen und ich schaute hoch. Wir standen vor einen riesigen Gebäude und es war hell beleuchtet.
„Und los geht’s!“,
sagte Libby lächelnd und zog mich in den Club.
6
Die Musik trönte laut. Typische Club-Songs erklangen.
„Komm!“, rief Libby mir zu und zog mich auf eine andere
Tanzfläche.
Ich folgte ihr und bemerkte, dass diese Tanzfläche leerer ware als
die anderen. Sie redete kurz mit einem großen, breiten Mann mit
vielen Muskeln, welcher böse drein schaute. Er deutete ihr
durchzugehen. Sie schaute mich an und wank mir zu. „Lex, komm!“
Ich lief zu ihr, lächelte dem Bodyguard, oder was auch immer er war,
kurz zu und hakte mich dann bei Libby ein.
„Wer war das?“
„Paul.“, antwortete mir Libby als sei es das normalste überhaupt.
Ich schaute sie mit großen Augen an und formte ein „aaaaah!“ mit
meinem Mund. Sie verdrehte die Augen und zog mich weiter hinter ihr
her. Sie lief direkt auf eine Gruppe in einem abgesperrten Bereich
zu. 4 Jungs und 2 Mädchen saßen auf einer großen, halbrunden
Couch. Die Musik war hier viel leiser und ich fand das auch viel
angenehmer. Ich hatte schon immer volle Clubs gehasst und vorallem
Clubs mit dieser Mainstream-Musik und der typischen Sorte Menschen.
Libby grüßte die kleine Gruppe und zog mich neben sie.
„Leute, das ist Lexi, sie ist über den Sommer hier in England und
kommt aus Deutschland. Lexi das sind Liam und Danielle, Niall und
Harry, Zayn und Perrie“ Sie deutete auf jeden einzelenen als sie
sie mir vorstellte.
Ich winkte ihnen kurz zu. „Hi, schön euch kennenzulernen.“
„Ooooh, starker Akzent, definitv was for Louis.“, sagte der Junge
mit den Locken.
„Harry!“, rief der Blonde und schlug Harry gegen den Arm. Dieser
zuckte nur kurz mit den Schultern und wendete sich wieder seinem
Drink zu. Libby deutete mir, mich zu setzen. Ich nahm den Platz den
das Mädchen mit den lockigem Haar, Danielle soweit ich mich
erinnere, mir machte und lächelte ihr kurz zu. Sie lächelte zurück
und lehnte sich zu mir rüber um mir etwas zu sagen.
„Aus Deutschland also? Wieso bist du dann hier?“
Ich drehte mich zu ihr. „Meine Mom. Keine Ahnung, aber sie wollte
mich über'm Sommer nicht daheim haben. Deswegen hat sie mich hierher
abgeschoben.“
„Gefällt's dir hier nicht?“
„Am Anfang nicht, okay vor 3 Tagen kam ich erst hierher, aber in
den 3 Tagen hab ich schon meine Meinung geändert. Ich hab auch Libby
vor 2 Tagen kennengelernt.“
„Libby. Ja, ich kenne sie auch erst seit ein paar Monaten aber man
kann sie sofort ins Herz schließen.“ Ich nickte als Zustimmung.
Es war wahr. Libby war ein quirliges, aufgedrehtes, stets glückliches
Mädchen. Man mochte sie einfach sofort. Sie war die Art von Mädchen,
wo man denkt, die bekommt nie einen Freund, weil sie merkwürdig und
total komisch ist. Aber wer will nicht so eine Freundin. Ach, Jungs
sind sowieso komisch, also sollte ich das jetzt zur Seite schieben.
„Hey Danielle! Lass uns auch noch was von Lexi übrig.“ rief
Harry zu uns rüber. Niall schüttelte nur seinen Kopf, aber ich
stand auf und ging rüber zu Harry. Es war kein Platz und ich hatte
schon Angst ich müsste mich auf den Schoß von Harry setzen, doch
Niall rückte ein Stück rüber damit ich mich zwischen die beiden
setzen konnte. Als Harry mich ansprach, konnte ich den Alkohol
riechen.
„Hey, bist du überhaupt alt genug um Alohol zu trinken?“,
unterbrach ich ihn.
Harry zuckte nur mit den Schultern. „Vielleicht, vielleicht nicht.“
Er sah definitiv älter aus als Liam, der neben Danielle saß. Aber
an seinem frechen Kleinkind-Grinsen konnte man erkennen, dass er
definitv jünger war. Ich war jedenfalls mit seiner Antwort auf meine
Frage zufrieden und ging nicht weiter drauf ein. Er musterte mich,
aber bevor ich mich unbehaklich fühlen konnte, schaute er wieder auf
seinen Drink und nahm einen Schluck. Ich schaute ihm kurz zu, und
nahm ihm dann das Getränk weg.
„Hey!“, protestierte er. „Du bist ja wohl kaum alt genug!“
„Vielleicht, vielleicht nicht.“ Ich nahm einen Schluck und
schaute ihn währenddessen von der Seite an. Er warf mir einen
vorwurfsvollen Blick zu.
„Was?“, fragte ich mit einem Grinsen nachdem ich das Glas
ausgetrunken hatte.
Harry schüttlte den Kopf und nahm mir das Glas hab.
„Also, du bist aus Deutschland?“
„Jaaaa.“ antwortete ich und hoffte, nicht nocheinmal die selbe
Konversation haben zu müssen.
„Und was machst du hier?“ Ich atmete tief ein.
„Meine Mutter hat mich hergeschickt..“ Ich schaute auf meine
Hände.
„Tut mir leid, wenn.. ähm.. das zu persönlich war.“ Ich schaute
auf und war kurz verwirrt.
„Oh, eh, nein nein! Ist schon okay. Ich frag mich halt nur dauernd
wieso sie mich hierher geschickt hat...“
„Wie lange bleibst du?“
„Praktisch den ganzen Sommer. Ich hab die Schule abgeschlossen und
eigentlich keine Zukunftspläne, deswegen hab ich auch nichts was
erledigt werden muss in Deutschland. Meine Mutter wollte, dass ich
direkt eine Ausbildung anfange, aber ich wollte lieber Schule
weitermachen. Allerdings hab ich den Anmeldetermin verpasst.“
„Achso.. Hast du irgendwas geplant hier zu machen? Mit 'ner
Freundin oder einem Freund..deinem Freund?“
Ich lachte auf. Ich und ein Freund. Die Jungs in meiner Umgebung hatten mich nie angeguckt. Naja, okay. Es gab ein paar Anwerter, aber die waren entweder sehr, sehr merkwürdig oder definitiv nicht mein Typ. Oder wollten nur Sex...
Ich lachte auf. Ich und ein Freund. Die Jungs in meiner Umgebung hatten mich nie angeguckt. Naja, okay. Es gab ein paar Anwerter, aber die waren entweder sehr, sehr merkwürdig oder definitiv nicht mein Typ. Oder wollten nur Sex...
Harry schaute mich an. Er wollte wissen wieso ich gelacht hatte. „Ich
habe keinen Freund.“ ich lächelte ihm kurz zu. „Und ich hab auch
keine Freundin außer Libby hier. Wenn sie meine Freundin ist...“
„Sie ist deine Freundin.“ Harry lächelte mich wieder an. „Und
heey! Du hast uns jetzt. Libby hat uns von dir erzählt..“
„Was? Was hat sie erzählt?“
„Was? Was hat sie erzählt?“
„Nichts..“ Er schaute jetzt weg.
„Sags mir!“
„Zwing mich“ Harry schaute mir jetzt direkt ins Gesicht.
Ich schaute ihm in die Augen. „Nö!“ sagte ich nach einem Moment.
Mir fiel sein Kommentar von vorhin ein. „Wer ist Louis?“, fragte
ich ihn.
„Ein Freund von uns.“
„Wow, das hilft mir echt viel!“ Ich verdrehte die Augen.
Harry bemerkte es. „Sei mal nicht genervt.“, sagte er mit einem
Lächeln. „Du wirst ihn früher oder später noch kennenlernen.“
„Okay..“
Den restlichen Abend verbrachten Libby und ich bei den Jungs,
Danielle und Perrie. Wie ich herausgefunden hatte, waren die Jungs in
einer Band. Perrie ebenfalls und sie hatte mit ihrer Band Little Mix
im vergangenem Jahr bei X Factor gewonnen. Ich hatte mich noch immer
nicht mit dem Gedanken anfreunden können. Für mich waren sie noch
immer die selben Jugendlichen vom Beginn des Abends. Und wie ich
herausgefunden hatte, war Harry der Jüngste, danach kamen Niall,
Liam und Zayn. Perrie und Danielle waren beide ebenfalls 18. Mit
meinen 16 Jahren war ich also die Jüngste in der Runde. Die Älteren
unter uns hatten für Alkohol für uns alle gesorgt und nach einigen
Stunden merkte ich den Effekt des Alkohols. Ich setzte mich auf die
Couch und beobachtete die anderen. Liam und Danielle gaben sich hin
und wieder einen Kuss und turtelten ein wenig zu viel für meinen
Geschmack. Zayn und Perrie waren schon relativ früh gegangen. Und zu
meinem Erstaunen fand ich sogar Niall und Libby am anderen Ende des
Raumes. Nachdem ich ein wenig Libby beobachtet hatte, erkannte ich,
dass sie kicherte. Sie kicherte! Und ich.. Ich saß hier praktisch
FOREVER ALONE hier auf der Couch und beobachtete die Anderen. Noch
nichtmal Harry war hier. Wo war er eigentlich? Ich schaute mich um.
Nachdem mein Gehirn sich an das Schwindelgefühl gewöhnt hatte, sah
ich Harry. Ich riss meine Augen erschrocken auf. Er knutschte mit
einen Mädchen im öffentlichen Bereich des Clubs rum. Sie standen
etwas abseits, aber ich konnte von hier genug sehen. Beide schienen
nicht genug von einander bekommen zu können und es war wohl schon
an der Zeit ''Nehmt euch'n Zimmer'' zu rufen. Stöhnend lehnte ich
mich zurück. Mein Kopf tat weh und mir war schlecht. Meine Augen
wurden schwer. Ich verhinderte es nicht, sondern ließ meine Augen
einfach zufallen. Ein wenig später, rüttelte mich jemand. Ich
öffnete meine Augen und schaute Libby an. Ich setzte mich hin und
schaute mich um. Liam und Danielle waren schon gegangen. Niall stand
jetzt hinter Libby, während sie auf eine Reaktion von mir wartete.
Automatisch schaute ich in die Richtung wo Harry vorher stand. Ein
zweiter Junge stand jetzt neben ihm und schien ihn anzuschreien.
Mehr oder weniger. Wahrscheinlich der Freund des Mädchens. Ich
schaute wieder zu Libby. „Können wir Heim?“
„Klar, soll ich dich zu deinem Hotel bringen? Oder ein Taxi rufen?“
Ich versuchte kein schmerzverzehrtes Gesicht zu machen, als die Kopfschmerzen zurück kamen.
„Klar, soll ich dich zu deinem Hotel bringen? Oder ein Taxi rufen?“
Ich versuchte kein schmerzverzehrtes Gesicht zu machen, als die Kopfschmerzen zurück kamen.
„Ruf mir'n Taxi und fahr zu dir zurück.“
„Sie kann doch bei uns schlafen. Und du auch.“, hörte ich Niall
sagen. Er schaute erst Libby dann mich an und ich schaute zu Libby.
„Bist du sicher Niall? Habt ihr soviel Platz?“, fragte ich. Ich
bezweifelte, dass sie ausreichend Schlafplätze hatten, weil sie,
naja, Jungs waren und über sowas nie wirklich nachdachten. Aber wenn
ich Harry so sah, bezweifelte ich kaum, dass da nicht noch mindestens
1 Schlafplatz über war, und eine Couch hatten sie wahrscheinlich
auch.
„Klar, es ist genug Platz da.“, sagte er und lächlte.
Ich schaute Libby an. „Einverstanden?“, fragte ich.
Ein Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus und ich wusste, dass
dies eher Niall galt als mir, auch wenn sie mich anschaute. Libby
half mir auf. Ich klammerte mich an ihrem Arm fest und folgte ihr und
Niall aus der Hintertür wo schon ein großer Van wartete. Er sah aus
als sei das ein Pedo-Van, aber ich konnte keine „FREE CANDY“
Aufschrift sehen. Mich wunderte es sehr, dass wir so ein großes Auto
bekamen, ein normales hätte auch geschickt. Ich setzte mich in das
Auto und schnallte mich an. Ich schloss meine Augen erneut. Nach
einiger Zeit wunderte ich mich, weshalb das Auto nicht losfuhr und
als plötzlich zwei weitere Personen, eine davon schimpfend die
andere genervt stöhnend, ins Auto stiegen öffnete ich meine Augen.
Zuerst sah ich Harry, der seine Augen genervt verdrehte. Und dann den
Jungen, der schon vorhin bei Harry stand. Er hatte braune Haare die
zur Seite geföhnt waren. Seine Augen schienen mir in der schwachen
Autobelichtung eher dunkel. Ich ertappte mich dabei wie ich ihn von
oben bis unten musterte und mir sogar gefiel was ich da sah. Ich
schüttelte meinen Kopf, schloss meine Augen und lehnte mich wieder
gegen Libby. Mit einem Schlag wurde es leise im Auto, aber es war mir
egal woran das lag. Jetzt konnte ich endlich ungestört einschlafen.
Louis' POV
Wütend zerrte ich Harry zum Auto während er genervt vor sich in
zeterte. Schon wieder hatte er es getan. Irgendein wildfremdes,
wahrscheinlich ein Fan, Mädchen geküsst, praktisch halb
aufgegessen. Er hatte damit eindeutig schon genug für Schlagzeilen
gesorgt. Nachdem ich ihm mal wieder eine Standpauke halten musste,
schubste ich ihn ins Auto. Während ich noch weiter schimpfte, hörte
ich ihn nur genervt schnauben. Ich schloss die Tür von den hinteren
Sitzen und krabbelte auf den Fahrersitz und schaute in den
Rückspiegel, als ich ein unbekanntes Gesicht sah. Ich hörte sofort
auf mit dem Rummeckern und musterte sie im Rückspiegel. Sie hatte
ihre Augen geschlossen und schlief wahrscheinlich. Ich hatte keine
Ahnung wer sie war, wie sie ist und wie sie munter aussah. Aber ich
wusste, dass ich es herausfinden musste.
7
Als ich aufwachte, schien die Sonne mir ins Gesicht. Ich kniff die
Augen zusammen und drehte mich um. Als ich fast aus dem Bett fiel,
realisierte ich, dass ich nicht in meinem Hotelzimmer war.
Erschrocken riss ich meine Augen auf. Wo war ich? Verzweifelt
versuchte ich mich daran zu erinnern, wo ich gestern nach dem
Clubbesuch hingegangen bin, doch ich konnte mich an relativ wenig
erinnern. Ich warf die Decke zurück und stand auf. Ich quiekte kurz
auf, da es plötzlich eiskalt an meinen Beinen wurde. Ich schaute an
mir runter. Ich trug ein zu großes Guns'n'Roses Band Shirt. Ich
schaute mich im Raum um. Das Bett stand mittig an der Wand, links
davon ein großer Schrank mit einem großen Spiegel. Ich schaute mich
an. Das Shirt war eindeutig nicht lang genug um meine Unterwäsche zu
verbergen. Ich ging zum Schrank und öffnete ihn. Eine riesen Auswahl
an verschieden farbigen Hosen, Pullover und Shirts zeigte sich. Ich
machte mich auf die Suche nach einer Jogginghose oder sowas
ähnlichem. Nachdem ich den halben Schrank durchwühlt hatte, fand
ich endlich eine graue Jack Wills Jogginghose und zog sie an. Leise
öffnete ich die Tür und ging aus dem Zimmer. Auf Zehenspitzen
tappste ich durch den Flur, in Richtung des Lärms der am anderen
Ende stattfand. Ich spähte in den Raum. Es schien das Wohnzimmer zu
sein. Ich suchte nach einem bekannten Gesicht aber niemand war im
Wohnzimmer, weshalb ich mich weiter zur Küche vortraute. Ich bog um
die Ecke und sah einen blonden Jungen, der sich scheinbar gerade
Essen machte.
„Ehem..“
Er drehte sich um. Jetzt erkannte ich ihn wieder. Niall.
„Morgen, Lexi.“, sagte er mit einem Lächeln.
„Morgen..“,murmelte ich.
„Willst du auch was?“
„Was hast du da?“
„Ein Käse-Salat-Salami-Gurken-Tomaten-Mozerella-Sandwich.“
„Was hast du da?“
„Ein Käse-Salat-Salami-Gurken-Tomaten-Mozerella-Sandwich.“
Ich dachte nach und zuckte mit den Schultern. „Klar.“
Ich schaute Niall zu wie er noch ein zweites Sandwich machte, während
ich langsam einzelne Erinnerungen in meinem Kopf aufraf. Ich konnte
mich an immer mehr erinnern.
„Wo ist Libby?“
Niall lächelte. „Sie schläft noch.“
Niall und Libby... Niall und Libby.. Plötzlich erinnerte ich mich an
alles. Libby und Niall hatten gestern geflirtet. Harry hatte
irgendein wildfremdes Mädchen geküsst und wurde deswegen von Louis
angeschrien... Louis. Auch er kam mir plötzlich wieder in Gedanken.
Seine Haare, die perfekt gelegen hatten als er ins Auto eingestiegen
ist... Selbst wie er Harry andgemeckert hatte, war attraktiv gewesen.
Ugh, ich sollte aufhören so zu denken. Ich kannte ihn nicht mal.
„Lexi?“
Ich blickte auf. „Hm?“
Ich blickte auf. „Hm?“
„Alles okay?“
„Natürlich“, sagte ich und lächelte ihn an. Er hielt mir mein Sandwich entgegen und ich nahm es dankend.
„Natürlich“, sagte ich und lächelte ihn an. Er hielt mir mein Sandwich entgegen und ich nahm es dankend.
Wir setzten uns an den Küchentisch und aßen, wechselten jedoch kaum
ein Wort, was nichtmal unangenehm war. Mein Kopf tat weh, großen
Hunger hatte ich eigentlich auch nicht und mir war definitv nicht
nach Small Talk zumute. Nach einer Weile kam eine sich streckende
Libby in die Küche, grinste breit und wünschte und einen guten
Morgen. Als ich ihr dauerhaftes Grinsen und die Blicke die sie Niall
zu warf sah, verging mir urplötzlich der Appetit. Ich legte mein
Sandwich auf den Teller und stand auf.
„Alles ok?“, fragte Niall erneut.
„Ja, hab nur kein Hunger mehr und bin noch ziemlich müde.“ Ich
ging zurück in das Zimmer wo ich meine Nacht verbracht hatte und
setzte mich aufs Bett. Es gab einen Fernseher, doch mir war nicht
wirklich nach Fernsehen. Ich schaute mich um. Eine weitere Tür
führte in ein Bad. Vielleicht sollte ich erstmal eine Dusche nehmen.
Aber ich hatte auch keine frischen Sachen. Ich seufzte. Ein bisschen
weiter rechts stand ein Laptop. Scheinbar gehörte dieses Zimmer
irgendeinem der Jungs. Mir war ein wenig nach Internet, Kontakt zur
„Außenwelt“ aufzunehmen. Zu meinen Freunden in Deutschland. Aber
wieso sollte ich? Keine von ihnen hatte sich bemüht, mich auch nur
einmal in den vergangenen Tagen anzurufen. Ich stand auf und stellte
mich an den Schreibtisch. Ich starrte eine ganze Weile auf den
Laptop, nicht sicher ob ich ihn anstellen sollte oder nicht.
Irgendwas in mir drin hat sich dann aber doch dazu bewegt, ihn zu
öffnen und anzuschalten. Nach einer Weile war er hochgefahren und
wusste dann auch sofort, in welchem Zimmer ich mich befand. In
Zayn's. Hieß er Zayn? Ich denke es war Zayn. Sein Hintergrund zeigte
ihn und Perrie als sie sich küssten. Ich verzichtete darauf, mir
dieses Bild noch eine Sekunde länger anzuschauen und öffnete das
Internet. Ich öffnete 3 Tabs. Facebook, Tumblr, Twitter. Facebook
zeigte mir 24 neue Benachrichtigungen, 3 neue Freundschaftsanfragen
und 1 neue private Nachricht an. Ich klickte die Nachricht zuerst an.
Carmina P.
Vor 18 Stunden
Hey Maus. Und wie ist's in London? Ich hoffe nicht so regnerisch
wie hier. Seitdem du weg bist, pisst es hier unmengen. Haha, du
hättest nicht gehen sollen, alles deine Schuld:p
Naja, ruf mich mal an oder schreib mir hier zurück.
:*
Ew, 'Maus'. Kann sie mich nicht einfach Lex oder Lexi oder Alexa
nennen? Maus.. wieso bin ich mit solchen Leuten befreundet. Ugh.
Ich schrieb ihr zurück.
Heeeey:)
Ist wirklich schön hier und nein, die Sonne strahlt. Heute etwas
zu hell da ich tierische Kopfschmerzen habe. Ich ruf dich an wenn mal
was spannendes passiert ist..
<3
Ich hatte kein Bedürfnis ihr zu erzählen, dass ich mich in einem
Club mit einer Boyband und deren Freundinnen vergnügt hatte und
sogar bei ihnen im Haus aufgewacht war. Ich klickte die 24 neuen
Benachrichtigungen mit einem kleinen Seufzer an. Es waren meistens
nur unnötige MeinKalender-Einladungen oder mir hatte jemand etwas
auf die Pinnwand gepostet. Ich schaute kurz über meine Pinnwand,
fand aber keinen den ich dringendst antworten sollte. 3 neue
Einladungen. Mal sehen wer da mit mir befreundet sein wollte. Ich
klickte das Symbol an und starrte auf den Bildschirm. Ich zwinkerte
ein paar mal, kniff mir in den Arm bis ich feststellte, dass ich die
Namen wirklich sah. Niall Horan, Libby Smith und Harry Styles. Okay..
Zwei von Britain's aktueller Boyband wollten mit mir offensichtlich –
naja auf Facebook- befreundet sein. Ich überlegte kurz, nahm dann
aber alle 3 Einladungen an. Ich wusste, wenn irgendjemand von meinen
Freundinnen sehen würde, dass ich hier neue Freundschaften
geschlossen habe, würde es nicht lange dauern, bis sie herausfanden,
dass die Jungs aus einer Boyband waren. Ich loggte mich bei Facebook
aus, schloss den Tab und wechselte auf Twitter. Keine neuen
Erwähnungen. Keine interessanten Meldungen. Ich schloss auch diesen
Tab. Bei Tumblr wiederum leuchteten mir 54484677 tolle Posts
entgegen, die sofort ge-reblogged werden wollten. Plötzlich kam auch
auf die Idee, in der Suchleiste nach One Direction suchen zu können.
Wie gedacht, so getan. Die ersten paar Fotos waren hauptsächlich von
irgendwelchen Fotoshootings. Nach ein paar weiteren Minuten des
Scrollens, sah ich ein Paparazzi oder Fanfoto. Ich klickte es an um
es zu vergrößern und hielt kurz den Atem an. Das Foto war von
gestern Abend. Es war von uns, als wir mit Niall ins Auto gestiegen
waren.
„Who are those gurls?“ stand
unter den Bild.
Ich scrollte weiter runter und fand auch noch ein paar Bilder aus dem
Club, einmal wo man Harry sehen sollte, wie er ein Mädchen küsst
und das zweite zeigte eindeutig Louis und Harry im Club. Ich ertappte
mich selbst dabei, wie ich Louis von oben bis unten musterte. Er
schien Harry grade wegzuziehen, denn der stand nur noch auf einem
Bein und suchte mit seinem anderen Arm nach Balance. Dieses Photoset
hatte bereits mehr als 1000 notes. Ich schluckte und scrollte zu dem
von Libby, mir und Niall. 956 notes.
Ich schloss Tumblr und schaltete den Laptop ab, ging zum Fenster und
atmete die frische Sommerluft ein. Ich war in Gedanken versunken, als
es plötzlich an der Tür klopfte.
„Ja?“, rief ich und drehte mich zur Tür, um die Person die im
Türrahmen stand anzublicken.
8
Als ich zur Tür schaute, erblickte ich zu meiner
Enttäuschung 'nur' Zayn. Mit Perrie. Zayn schaute mich an,
grinste und kam ins Zimmer während Perrie im Türrahmen stehen bleb
und mich anstarrte. Als etwas unbehaglich wurde, drehte ich mich
wieder zum Fenster um. Irgendwie hatte ich mir gewünscht, dass es
Louis ist, der anklopfte. Um mich zu wecken. Mit mir zu reden. Aber
wieso sollte jemand wie ER mit jemandem wie MIR reden wollen?!
„Lexi? Hallo?“ Zayn wedelte jetzt mit seiner Hand
vor meinem Gesicht rum.
„Hm? Was?“
„Ob das meine Sachen sind...“
Ich schaute an mir runter und nickte als Antwort.
„Leg sie mir dann einfach auf's Better oder über'n
Stuhl, okay?“, sagte er und lächelte.
„Klar.“, gab ich mit einem Lächeln zurück.
Perrie räusperte sich. Ich schaute sie an.
„Ehm, Perrie, kann ich mal kurz alleine mit Zayn
reden? Ich muss ihn was wichtiges fragen..“
„So privat kann's ja nicht sein oder?“
„Nein, aber-“
„Nein, aber-“
„Ja also. Dann kann ich ja auch hier drin bleiben.“
„Geh bitte, Perrie.“, warf Zayn ein. Perrie
schnaubte kurz, verließ das Zimmer und schloss die Tür.
„Sorry falls ich dir jetzt Ärger gemacht habe.“,
sagte ich und schaute auf den Boden.
„Schon okay.“, sagte er emotionslos. „Also was
gibt’s denn?“
„Hm, okay... Das ist mir jetzt auch etwas..um .. unangenehm.. aber was ist gestern Abend passiert?“
„Hm, okay... Das ist mir jetzt auch etwas..um .. unangenehm.. aber was ist gestern Abend passiert?“
Er schaute mich mit großen Augen an. Na toll.
„Wie meinst du das?“
„Ehm, ja... so wie ich's gesagt habe, ich kann mich an kaum was erinnern und...“
„Ehm, ja... so wie ich's gesagt habe, ich kann mich an kaum was erinnern und...“
„Du kannst dich an kaum was erinnern?“
„Ist was Schlimmes passiert?“
„Nicht solange ich da war.“ Erleichtert atmete ich auf.
„Nicht solange ich da war.“ Erleichtert atmete ich auf.
„Wann bist du mit Perrie gegangen?“
„Kurz nachdem du eingeschlafen bist.“
„Hilft mir wenig... Aber ist okay, danke.“
Plötzlich hörte ich mehrere Stimmen vor der Tür.
Automatisch fing mein Puls an zu rasen. Und nicht nur, weil das
letzte mal, als mehrer Stimmen vor meiner Tür waren, sich ein
unschönes Ereignis ereignet hat, sondern weil ich wollte dass es
Louis ist. Ich atmete ein paar mal tief ein. Zayn schaute mich an.
„Alles okay?“ Ich nickte.
„Bist du dir sicher?“
„Ja, ist nur wegen gestern. Nicht weiter schlimm. Ich werde einfach nochmal überlegen.“
„Ja, ist nur wegen gestern. Nicht weiter schlimm. Ich werde einfach nochmal überlegen.“
„Alles klar, ich ehm.. geh dann mal ja?“
„Okay“, sagte ich und lächelte ihn an. Perrie hatte wirklich Glück, Zayn zu haben. Ich hoffe sie behandelte ihn mindestens genauso gut wie er sie zu behandeln scheint.
„Okay“, sagte ich und lächelte ihn an. Perrie hatte wirklich Glück, Zayn zu haben. Ich hoffe sie behandelte ihn mindestens genauso gut wie er sie zu behandeln scheint.
Noch bevor Zayn die Tür öffnete, wurde sie von Libby
aufgemacht. Zayn sprang zurück, um die Tür nicht abzukriegen, Libby
schaute verwirrt zwischen uns hin und her und ich schaute vermutlich
einfach nur als hätte ich mal wieder keinen Plan was überhaupt los
ist. Libby zuckte kurz mit den Schultern als sie zu Zayn guckte und
schaute dann mich an.
„Neue Klamotten.“ Sie kam auf mich zu und als ich
gerade die Klamotten nehmen wollte, hörte ich jemanden lautstark
reden. Automatisch schaute ich über ihre Schulter um zu sehen wer es
ist. Und da sah ich ihn. Louis. Er schaute mich an, wahrscheinlich
wunderte er sich wieso ich ihn anstarrte oder was ich hier überhaupt
machte.
„Zieh sie an.“, sagte Libby und riss mich aus meinen
Gedanken. Die Tür fiel zu, als Zayn rausging.
Louis
POV
Ich war gerade in der Küche gewesen, als es klingelte.
Ich öffnete die Tür nur um Caroline zu sehen. Ich starrte sie kurz
an, fragte sie, was sie hier wolle.
„Harry hat die Sachen hier vergessen.“
„Wo?“
„Bei mir.“ sagte sie als wäre es total selbstverständlich.
„Bei mir.“ sagte sie als wäre es total selbstverständlich.
Ich brummte ein“Danke“ und schmiss die Tür
praktisch vor ihrer Nase zu. Ich ging direkt hoch zu Harry, um ihm
mal wieder zusagen, dass es falsch war. Seufzend öffnete ich die
Tür. Er schaute mich etwas verwirrt an.
„Hier.“ Ich schmiss die Sachen auf sein Bett.
„Um, danke? Was ist das?“
„Deine Sachen. Hast du bei Caroline vergessen.“ Ich ging genervt aus dem Zimmer raus als Harry mir hinterher rief.
„Deine Sachen. Hast du bei Caroline vergessen.“ Ich ging genervt aus dem Zimmer raus als Harry mir hinterher rief.
„Louis, nein. Ich war doch nur kurz bei ihr...“
„Ja, blah blah ist mir egal wirklich Harry!“ rief ich obwohl Harry direkt hinter mir war. Ich ging an Zayn's Zimmer vorbei, als ich gerade in mein Zimmer wollte. Automatisch schaute ich in die geöffnete Tür von Zayn's Zimmer. Zuerst sah ich nur Zayn, der die Türklinke schon in der Hand hielt, dann Libby wie sie gerade irgendwelche Sachen, vermutlich Anziehsachen, an jemand anderes geben wollte. Ich blickte von ihren Händen auf und sah ihr ins Gesicht. Und da war sie wieder. Das Mädchen von letzter Nacht. Ihr Augen hafteten auf mir. Wahrscheinlich davon genervt, dass wir bzw. ich so rumgeschrien hatte und sie jetzt auch noch anstarrte. Als Zayn die Tür schloss und mir somit den Anblick auf Libby's Freundin genommen hatte, öffnete ich meine Zimmertür und schmiss sie zu sobald ich im Zimmer war. Ich packte mir an den Kopf, massierte meine Schläfen und lehnte mich gegen die Tür. O Gott..
„Ja, blah blah ist mir egal wirklich Harry!“ rief ich obwohl Harry direkt hinter mir war. Ich ging an Zayn's Zimmer vorbei, als ich gerade in mein Zimmer wollte. Automatisch schaute ich in die geöffnete Tür von Zayn's Zimmer. Zuerst sah ich nur Zayn, der die Türklinke schon in der Hand hielt, dann Libby wie sie gerade irgendwelche Sachen, vermutlich Anziehsachen, an jemand anderes geben wollte. Ich blickte von ihren Händen auf und sah ihr ins Gesicht. Und da war sie wieder. Das Mädchen von letzter Nacht. Ihr Augen hafteten auf mir. Wahrscheinlich davon genervt, dass wir bzw. ich so rumgeschrien hatte und sie jetzt auch noch anstarrte. Als Zayn die Tür schloss und mir somit den Anblick auf Libby's Freundin genommen hatte, öffnete ich meine Zimmertür und schmiss sie zu sobald ich im Zimmer war. Ich packte mir an den Kopf, massierte meine Schläfen und lehnte mich gegen die Tür. O Gott..
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